Judasohr
Holunderschwamm, Holunderpilz
Auricularia auricula-judae
Syn.: Auricularia auricula, Auricularia sambucina, Hirneola auricula-judae
Fotos: Daniel Mackert ©
| Hymenium: | Glatt bis runzelig |
|---|---|
| Geruch: | Unauffällig, allenfalls etwas erdig. |
| Geschmack: | Mild, fast neutral; knorpelig-gummiartig im Biss. |
| Hut: | Ohr-, muschel- oder mützenförmig, meist 2–8 cm breit, selten größer; mit kurzer, schmaler Stelle seitlich oder am Scheitel am Holz angewachsen, ohne Stiel. Oberseite rotbraun, fleisch- bis violettbraun, fein samtig-filzig, zur Anwachsstelle hin etwas gröber behaart, oft mit Adern. Trocken dunkelt er bis fast schwarz nach. Rand dünn und glatt. |
| Fleisch: | Dünn, bräunlich, durchscheinend, gallertig-elastisch wie Gummi. Trocknet hart und hornartig zusammen, quillt bei Regen aber wieder auf und wird erneut weich. |
| Fruchtschicht: | Keine Lamellen: Die Fruchtschicht liegt auf der Unterseite (bzw. Innenseite der „Muschel“). Sie ist glatt bis wellig-runzelig oder aderig gefaltet, oft ohrmuschelartig, graubraun bis braun, seidig glänzend und im Alter leicht bereift. |
| Sporenpulver / Mikroskopie: | Sporenpulver weiß. Sporen wurst- bis bananenförmig gebogen, glatt, ca. 16–23 × 6–8 µm. |
| Vorkommen: | Ganzjährig, besonders auffällig in feuchten Phasen von Spätherbst bis Frühjahr; frosthart. Auf lebendem und totem Laubholz, vor allem an Schwarzem Holunder, auch an Eschen-Ahorn, Buche und anderen Laubbäumen, sehr selten an Nadelholz. In Wäldern, Parks und Gebüschen; Schwächeparasit und Holzzersetzer (Weißfäule). Sehr häufig. |
| Familie / Ordnung: | Nichtblätterpilze – Aphyllophorales |
| Gruppe: | Gallerttrichter – Guepinia und Ähnliche |
| Gattung: | Auricularia |
| Verwechslungsgefahr: | Gezonter Ohrlappenpilz (Oberseite grau, deutlich haarig und gezont, oft flächig am Holz wachsend, zäh und kein Speisepilz), Kreisel-Drüsling (schwarz, kreiselförmig, Fruchtschicht mit Wärzchen). |
| Kommentar: | Ein guter Einsteigerpilz, da praktisch unverwechselbar und das ganze Jahr zu finden. Wie alle Wildpilze gut durchgaren; lässt sich hervorragend trocknen. Regelmäßiger Verzehr kann die Blutgerinnung hemmen – Vorsicht bei Einnahme blutverdünnender Medikamente. Verwandte Arten werden in Asien gezüchtet und als „Mu-Err“ oder irreführend „Chinesische Morchel“ gehandelt – mit Morcheln haben sie nichts zu tun. |
| Wiki-Link: | https://de.wikipedia.org/wiki/Judasohr |












