Frühlingsrötling

Frühlingsrötling

Frühlings-Rötling, Frühlings-Glöckling, Frühlings-Giftrötling

Entoloma vernum

Syn.: Rhodophyllus vernus, Rhodophyllus cucullatus, Entoloma cucullatum

Giftig
Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten
Hymenium:Lamellen
Geruch:Unauffällig pilzartig, nicht nach Mehl.
Geschmack:Nicht kosten!
Hut:1,5–5 cm breit, dünnfleischig. Jung spitzkegelig-glockig, später breiter glockig bis ausgebreitet, fast immer mit kleinem, spitzem oder stumpfem Buckel. Dunkelbraun, sepia- bis oliv-schwarzbraun, hygrophan: trocknet streifig heller graubraun aus. Oberfläche seidig bis fein schorfig, Rand höchstens feucht kurz gerieft.
Fleisch:Dünn, blass graubraun, faserig und brüchig; keine Verfärbung beim Anschneiden.
Stiel:2–7 cm lang, 0,2–0,6 cm dick, zylindrisch, oft flachgedrückt oder längs gefurcht und etwas verdreht. Gleichfarbig mit dem Hut oder etwas heller, fein bereift und längsfaserig, brüchig, im Alter hohl.
Lamellen:Jung hell graubraun bis schmutzig weißlich, mit der Reife zunehmend rosabraun; schmal angeheftet bis fast frei, recht entfernt stehend.
Sporenpulver / Mikroskopie:Sporenpulver rosa bis rosabraun. Sporen kantig (5- bis 7-eckig), fast isodiametrisch, ca. 8–11,5 × 7–9 µm.
Vorkommen:März bis Mai, oft schon kurz nach der Schneeschmelze und vor dem Maipilz. An Lichtungen und Rändern von Laub- und Nadelwäldern, in Auwäldern, seltener in Gärten, Parks und auf grasigen Flächen; bevorzugt saure bis neutrale Böden. Verbreitet, erscheint aber meist nur in kleinen Zahlen.
Familie / Ordnung:Rötlingsverwandte – Entolomataceae
Gruppe:Rötlinge – Entoloma und Ähnliche
Gattung:Entoloma
Verwechslungsgefahr:Schildrötling (essbar mit Vorsicht; kräftiger, Mehlgeruch, unter Rosengewächsen wie Weißdorn und Schlehe), Schlehenrötling (Mehlgeruch, unter Schlehe/Obstbäumen), Seidiger Rötling (giftverdächtig; erst im Spätsommer und Herbst, stark mehlig), Voreilender Rötling, Maipilz (weißliche, gedrängte Lamellen, weißes Sporenpulver, kräftig mehlig).
Chemische Reaktionen:Huthautelemente in 10 % Ammoniak bräunlich.
Kommentar:Einer der wenigen Lamellenpilze im zeitigen Frühjahr – gerade deshalb gefährlich für Sammler, die Schild- oder Schlehenrötlinge suchen. Löst nach ½–4 Stunden heftige, oft tagelange Übelkeit mit Erbrechen und Durchfall aus; für geschwächte Menschen kann das lebensbedrohlich werden. Bei Verdacht auf eine Vergiftung sofort Notruf 112 oder Giftnotruf anrufen und Pilzreste aufheben.
Wiki-Link:https://de.wikipedia.org/wiki/Frühlings-Rötling

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