Frühlingsrötling
Frühlings-Rötling, Frühlings-Glöckling, Frühlings-Giftrötling
Entoloma vernum
Syn.: Rhodophyllus vernus, Rhodophyllus cucullatus, Entoloma cucullatum
Fotos: Daniel Mackert ©
| Hymenium: | Lamellen |
|---|---|
| Geruch: | Unauffällig pilzartig, nicht nach Mehl. |
| Geschmack: | Nicht kosten! |
| Hut: | 1,5–5 cm breit, dünnfleischig. Jung spitzkegelig-glockig, später breiter glockig bis ausgebreitet, fast immer mit kleinem, spitzem oder stumpfem Buckel. Dunkelbraun, sepia- bis oliv-schwarzbraun, hygrophan: trocknet streifig heller graubraun aus. Oberfläche seidig bis fein schorfig, Rand höchstens feucht kurz gerieft. |
| Fleisch: | Dünn, blass graubraun, faserig und brüchig; keine Verfärbung beim Anschneiden. |
| Stiel: | 2–7 cm lang, 0,2–0,6 cm dick, zylindrisch, oft flachgedrückt oder längs gefurcht und etwas verdreht. Gleichfarbig mit dem Hut oder etwas heller, fein bereift und längsfaserig, brüchig, im Alter hohl. |
| Lamellen: | Jung hell graubraun bis schmutzig weißlich, mit der Reife zunehmend rosabraun; schmal angeheftet bis fast frei, recht entfernt stehend. |
| Sporenpulver / Mikroskopie: | Sporenpulver rosa bis rosabraun. Sporen kantig (5- bis 7-eckig), fast isodiametrisch, ca. 8–11,5 × 7–9 µm. |
| Vorkommen: | März bis Mai, oft schon kurz nach der Schneeschmelze und vor dem Maipilz. An Lichtungen und Rändern von Laub- und Nadelwäldern, in Auwäldern, seltener in Gärten, Parks und auf grasigen Flächen; bevorzugt saure bis neutrale Böden. Verbreitet, erscheint aber meist nur in kleinen Zahlen. |
| Familie / Ordnung: | Rötlingsverwandte – Entolomataceae |
| Gruppe: | Rötlinge – Entoloma und Ähnliche |
| Gattung: | Entoloma |
| Verwechslungsgefahr: | Schildrötling (essbar mit Vorsicht; kräftiger, Mehlgeruch, unter Rosengewächsen wie Weißdorn und Schlehe), Schlehenrötling (Mehlgeruch, unter Schlehe/Obstbäumen), Seidiger Rötling (giftverdächtig; erst im Spätsommer und Herbst, stark mehlig), Voreilender Rötling, Maipilz (weißliche, gedrängte Lamellen, weißes Sporenpulver, kräftig mehlig). |
| Chemische Reaktionen: | Huthautelemente in 10 % Ammoniak bräunlich. |
| Kommentar: | Einer der wenigen Lamellenpilze im zeitigen Frühjahr – gerade deshalb gefährlich für Sammler, die Schild- oder Schlehenrötlinge suchen. Löst nach ½–4 Stunden heftige, oft tagelange Übelkeit mit Erbrechen und Durchfall aus; für geschwächte Menschen kann das lebensbedrohlich werden. Bei Verdacht auf eine Vergiftung sofort Notruf 112 oder Giftnotruf anrufen und Pilzreste aufheben. |
| Wiki-Link: | https://de.wikipedia.org/wiki/Frühlings-Rötling |






