Struppiger Risspilz
Wirrköpfiger Risspilz, Gemeiner Wirrkopf, Gurkensporiger Risspilz, Spindelsporiger Risspilz
Inocybe lacera
Syn.: Agaricus lacerus, Inocybe cristata
Fotos: Daniel Mackert ©
| Hymenium: | Lamellen |
|---|---|
| Geruch: | Spermatisch, manchmal nur schwach oder leicht faulig. |
| Geschmack: | Nicht kosten! |
| Hut: | 1–5 cm breit, sehr veränderlich: jung kegelig oder halbkugelig, später gewölbt, mit oder ohne Buckel. Ocker-, hasel-, rot- bis dunkel umbrabraun oder graubraun. Oberfläche filzig und wirr verwoben faserig, zur Mitte hin oft mit aufgerichteten Schüppchen; Rand jung mit Cortinaresten, reißt meist erst im Alter ein. |
| Fleisch: | Weißlich bis hell graubraun, im Stiel deutlich bräunlich. |
| Stiel: | 2–7 cm lang, 0,2–0,6 cm dick, zylindrisch, gelegentlich leicht keulig, ohne Knolle. Oben grauweißlich, nach unten zunehmend hutfarben braun; faserig bis wollig-flockig bekleidet. Jung mit weißer Cortina. |
| Lamellen: | Jung grauweißlich, bald schmutzig grau- bis olivbraun; angewachsen, nicht sehr gedrängt. Schneide heller, weiß bewimpert. |
| Sporenpulver / Mikroskopie: | Sporenpulver tabakbraun. Sporen auffallend lang, zylindrisch bis gurkenförmig, glatt bis leicht wellig, ca. 10–16 × 4–7 µm. |
| Vorkommen: | Mai bis November in lichten Nadel- und Mischwäldern, seltener unter Laubbäumen; typisch an Wegrändern, in Sand- und Kiesgruben, Steinbrüchen und auf Brandstellen. Auf sauren, sandigen, nährstoffarmen Böden. Mykorrhizapilz; dort häufig. |
| Gruppe: | Risspilze |
| Gattung: | Inocybe |
| Verwechslungsgefahr: | Dünen-Risspilz (an Meeresküsten, Geruch nicht spermatisch), Wolliger Risspilz (Geruch muffig statt spermatisch), Lilaspitziger Risspilz (Stielspitze violett getönt), weitere braune Faserschuppige Risspilze (oft nur mikroskopisch trennbar). |
| Kommentar: | Ein typischer Pionier auf offenen, sandigen Rohböden. Sicher bestimmen lässt er sich meist erst unter dem Mikroskop anhand der langen, schmalen Sporen. Enthält wie fast alle Risspilze Muskarin: Schon eine Viertelstunde bis zwei Stunden nach dem Essen können Schwitzen, Speichel- und Tränenfluss, enge Pupillen, Übelkeit, Durchfall und ein verlangsamter Puls auftreten; bei größeren Mengen drohen Atemnot und Kreislaufversagen. Bei Verdacht auf eine Vergiftung sofort Notruf 112 oder Giftnotruf anrufen und Pilzreste aufheben. |




