Ziegelroter Schwefelkopf
Hypholoma lateritium
Syn.: Hypholoma sublateritium, Naematoloma sublateritium, Psilocybe lateritia
| Hymenium: | Lamellen |
|---|---|
| Geruch: | Unauffällig bis angenehm pilzartig. |
| Geschmack: | Nicht kosten! |
| Hut: | 3–10 (12) cm breit und damit der kräftigste unter den büschelig wachsenden Schwefelköpfen. Jung halbkugelig mit stark eingebogenem Rand, später gewölbt bis flach. Mitte kräftig ziegel- bis fuchsrot, zum Rand hin blasser, eher fleisch- bis ockerfarben; der Rand jung dicht mit weißlichen bis gelblichen, faserigen Velumflocken besetzt. |
| Fleisch: | Längsfaserig, blass cremegelblich, zur Stielbasis rotbraun. Keine Verfärbung beim Anschnitt. |
| Stiel: | 4–12 cm lang, 0,4–1,3 cm dick, zylindrisch, steif-elastisch, hohl werdend. Spitze blassgelb, nach unten ocker- bis rostbraun; kräftig längsfaserig, häufig mit angedeuteter Faser-Ringzone. |
| Lamellen: | Jung blass cremefarben, teils mit graugrünlichem Schimmer, später rauchgrau über olivbraun bis violettschwarz. Mit heller Schneide, ausgebuchtet bis gerade angewachsen. |
| Sporenpulver / Mikroskopie: | Sporenpulver dunkel violettbraun. Sporen elliptisch, glatt, mit Keimporus, ca. 5–8 × 3,5–4,5 µm. |
| Vorkommen: | April bis November, außerhalb von Frostperioden gelegentlich auch später; Schwerpunkt Spätsommer und Herbst. In oft dichten Büscheln an Stümpfen und Wurzeln von Laubbäumen, vor allem Buche und Eiche, nur selten an Nadelholz. Häufig. |
| Familie / Ordnung: | Träuschlingsähnliche – Strophariaceae |
| Gruppe: | Schwefelköpfe – Hypholoma und Ähnliche |
| Gattung: | Hypholoma |
| Verwechslungsgefahr: | Grünblättriger Schwefelkopf (Hut schwefel- bis grüngelb, Lamellen jung grüngelb, kleiner), Rauchblättriger Schwefelkopf (Hut ockergelb, nur an Nadelholz, Lamellen rein grau), Stockschwämmchen (Stiel unterhalb des häutigen Rings geschuppt, Sporenpulver rostbraun), Wurzelnder Schwefelkopf (lange spindelige Scheinwurzel, rettichartiger Geruch, an Nadelholz). |
| Chemische Reaktionen: | KOH auf der Huthaut: bräunlich. |
| Kommentar: | Durch Abkochen lässt sich die Bitterkeit nicht beseitigen; europäische Quellen warnen vor Magen-Darm-Beschwerden, zudem wurden blutzersetzende (hämolytische) Stoffe nachgewiesen. Dass die Art in Japan und Nordamerika gekocht verzehrt wird, ist kein Grund zum Nachmachen. Bei Verdacht auf eine Vergiftung sofort Notruf 112 oder Giftnotruf anrufen und Pilzreste aufheben. |
| Wiki-Link: | https://de.wikipedia.org/wiki/Ziegelroter_Schwefelkopf |















