Gemeines Gallertkäppchen

Gemeines Gallertkäppchen

Grüngelbes Gallertkäppchen, Schlüpfriges Gallertkäppchen

Leotia lubrica

Syn.: Helvella lubrica

Ungenießbar
Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten
Hymenium:Schlauchpilz (Becher, Waben, Falten)
Geruch:Schwach muffig.
Geschmack:Unauffällig; kein Speisepilz.
Fruchtkörper:Kleiner, gestielter Fruchtkörper, 3–6 cm hoch, mit kappenförmigem Kopf von 1–2 cm Breite. Der Kopf ähnelt einer kleinen, umgekehrt aufgesetzten Kappe; sein wulstiger Rand ist nach innen geschlagen, die Form oft buckelig-verbeult und etwas plattgedrückt. Olivgelb bis gelbgrün, feucht schlüpfrig-glänzend.
Fleisch:Gelblich bis gelbgrün, wässrig-gallertig und gummiartig elastisch.
Stiel:2–6 cm lang, nur 2–5 mm dick, walzenförmig, häufig seitlich zusammengedrückt und längs gefurcht. Gelblich bis olivgelb, mit feinen Körnchen besetzt, bei Nässe glitschig und gut biegsam.
Fruchtschicht:Die Fruchtschicht überzieht die glatte Oberseite des Kopfes; die Unterseite ist gelblich und fein gekörnt.
Sporenpulver / Mikroskopie:Sporenpulver weiß. Sporen spindelförmig, oft leicht gebogen, glatt, ca. 16–25 × 4–6 µm.
Vorkommen:Juli bis November in Laub- und Nadelwäldern, auf mageren Böden, von trockenen Standorten bis in Moore, oft in Gruppen und nicht selten zusammen mit Trompetenpfifferlingen. Europaweit anzutreffen und nicht selten.
Familie / Ordnung:Schlauchpilze – Ascomycota
Gruppe:Gallertkäppchen – Leotia und Ähnliche
Gattung:Leotia
Verwechslungsgefahr:Trompetenpfifferling (trichterförmig und hohl, Unterseite mit Leisten, nicht gallertig), Grünes Gallertkäppchen (Kopf dunkel blau- bis schwarzgrün), Helm-Kreisling (Kopf cremegelb, nicht gallertig, im Bergfichtenwald), Dottergelber Spateling (Kopf flach spatelförmig).
Kommentar:Wer Trompetenpfifferlinge sammelt, sollte jeden Pilz einzeln prüfen: Das Gallertkäppchen wächst oft mitten dazwischen. In der Art wurden sehr geringe Mengen Monomethylhydrazin (Lorchelgift) nachgewiesen, die als unbedenklich gelten; Vergiftungen sind nicht bekannt. Als Speisepilz ist sie dennoch wertlos. Schwarzgrün verfärbte Exemplare sind häufig von einem Schmarotzerpilz befallen.
Wiki-Link:https://de.wikipedia.org/wiki/Grüngelbes_Gallertkäppchen

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