Grauer Nitrathelmling
Mycena leptocephala
Syn.: Mycena chlorinella, Mycena ammoniaca
| Hymenium: | Lamellen |
|---|---|
| Geruch: | Stechend alkalisch bis chlor- bzw. nitratartig. |
| Geschmack: | Mild, mit rettichartigem Nachgeschmack. |
| Hut: | 1–3,5 cm breit, kegelig bis glockig, später etwas ausgebreitet, oft mit Buckel. Grau bis graubraun, jung oft fast schwärzlich, Mitte dunkler, Rand heller; weit hinauf durchscheinend gerieft bis gefurcht. |
| Fleisch: | Sehr dünn, bräunlich. |
| Stiel: | Dünn und hohl, bräunlich bis graubraun, zur Spitze hin heller. Basis mit weißen, fädigen Myzelhaaren besetzt. |
| Lamellen: | Weißlich bis hell graubraun, angeheftet. |
| Sporenpulver / Mikroskopie: | Sporenpulver weiß. Sporen elliptisch, glatt, ca. 7–10 × 4–6 µm; Basidien meist viersporig. |
| Vorkommen: | Sommer bis Spätherbst, gesellig bis büschelig in Laub- und Nadelstreu, an Wegrändern, in Parks und auf Wiesen, auch auf morschem Holz. Folgezersetzer. |
| Familie / Ordnung: | Ritterlingsähnliche – Tricholomataceae |
| Gruppe: | Helmlinge – Mycena und Ähnliche |
| Gattung: | Mycena |
| Verwechslungsgefahr: | Büscheliger Nitrathelmling (dichte Büschel auf Nadelholzstümpfen, Stielbasis kräftig striegelig), Gelbstieliger Nitrathelmling (Stiel leuchtend gelb, Hut rosa getönt), Voreilender Helmling (ohne Chlorgeruch), Rillstieliger Helmling (Stiel längs gerillt, kein Chlorgeruch), weitere graue Helmlinge. |
| Kommentar: | Der Chlorgeruch – am besten an einem frisch zerdrückten Hut prüfen – grenzt die Nitrathelmlinge von anderen grauen Helmlingen ab. Welche Art genau vorliegt, lässt sich innerhalb der Gruppe meist nur mikroskopisch klären. Helmlinge sind generell keine Speisepilze – zu klein, zu dünnfleischig und innerhalb der Gattung kaum ohne Mikroskop sicher zu trennen. |








