Langstieliges Samthäubchen

Langstieliges Samthäubchen

Conocybe subpubescens

Syn.: Conocybe cryptocystis

Giftig
Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten
Hymenium:Lamellen
Geruch:Unauffällig bis angenehm.
Geschmack:Nicht kosten!
Hut:1–4 cm breit, jung glockig bis halbkugelig, später flach gewölbt. Frisch goldorange bis orangebraun mit dunklerer Mitte, feucht durchscheinend gerieft; stark hygrophan und beim Abtrocknen ockergelb bis falb verblassend. Unter der Lupe ist die Oberfläche fein samtig behaart.
Fleisch:Dünn und häutig, weißlich bis gelborange oder blass bräunlich, faserig-brüchig.
Stiel:2–10 cm lang, nur 1–3 mm dick und damit auffallend lang und schlank; honiggelb, ocker bis rost- oder rötlichbraun, fein bereift bis haarig (Lupe), leicht längsstreifig. Am Grund ein kleines Knöllchen bis etwa 5 mm.
Lamellen:Schmal bis aufsteigend angewachsen, mit Zwischenlamellen, creme-ocker bis ocker- und rostbraun; Schneiden weißlich flockig.
Sporenpulver / Mikroskopie:Sporenpulver rostbraun. Sporen schlank elliptisch, glatt, mit Keimporus, ca. 9–16 × 5–9,5 µm.
Vorkommen:Mai bis November. In Wäldern in der Laub- und Nadelstreu, auf Holz- und Strohresten, außerdem auf gedüngten, nährstoffreichen Wiesen, Weiden, Waldlichtungen, in Parks und sogar in Blumentöpfen. Verbreitet.
Gruppe:Samthäubchen
Gattung:Conocybe
Verwechslungsgefahr:Roststieliges Samthäubchen (Hut glatt statt fein behaart, Stiel dunkler rotbraun), Milchweißes Samthäubchen (Hut weiß), Runzeliger Glockenschüppling (Pholiotina rugosa, Syn. Conocybe filaris; tödlich giftig durch Amatoxine, Stiel mit häutigem, beweglichem Ring), weitere Samthäubchen (nur mikroskopisch zu trennen).
Kommentar:In den Gattungen der Samthäubchen und Glockenschüpplinge gibt es keine Speisepilze; die Art gilt als giftverdächtig, schwere Vergiftungen sind aber nicht belegt. Die Artbestimmung gelingt meist nur mit dem Mikroskop. Bei Verdacht auf eine Vergiftung sofort Notruf 112 oder Giftnotruf anrufen und Pilzreste aufheben.

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