Parasol

Parasol

Großer Riesenschirmling, Gemeiner Riesenschirmling, Riesenschirmpilz, Paukenschläger

Macrolepiota procera

Syn.: Lepiota procera, Agaricus procerus

Essbar
Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten
Hymenium:Lamellen
Geruch:Angenehm nussartig.
Geschmack:Mild und nussig; roh nicht verzehren.
Hut:10–30 cm breit, selten bis 40 cm. Jung geschlossen und eiförmig („Paukenschlegel“), dann schirmartig aufspannend und im Alter flach mit deutlichem, dunklem Buckel. Die Mitte ist gleichmäßig hasel- bis rotbraun, darum auf weißlichem Grund zahlreiche weiche, abstehende braune Schuppen in grob konzentrischen Kreisen. Rand fransig behangen.
Fleisch:Im Hut weiß, weich und wattig, im Stiel faserig-zäh; beim Anschneiden unverändert (kein Röten).
Stiel:15–40 cm lang, 1–2,5 cm dick, schlank und hohl, mit abgesetzter, bis 5 cm breiter Knolle. Auf hellem Grund mit einer braunen, schlangenhautartigen Natterung. Ring dick, wattig, doppelt gerandet und frei am Stiel verschiebbar.
Lamellen:Weiß bis cremefarben, weich und gedrängt; frei und durch einen Ringwulst (Kollar) deutlich vom Stiel getrennt.
Sporenpulver / Mikroskopie:Sporenpulver weiß. Sporen breit ellipsoid, glatt, dextrinoid, mit Keimporus, ca. 12–19 × 8–12 µm.
Vorkommen:Juni bis November, Hauptzeit Spätsommer und Herbst. In lichten Wäldern, an Waldrändern, auf Lichtungen, Waldwiesen, Böschungen und Wegrainen; ohne besondere Bodenansprüche, meidet aber nasse Böden. Streuzersetzer, überall häufig.
Familie / Ordnung:Champignonverwandte – Agaricaceae
Gruppe:Riesenschirmlinge – Macrolepiota und Ähnliche
Gattung:Macrolepiota
Verwechslungsgefahr:Safranschirmling (Stiel ohne Natterung, Fleisch rötet), Gift-Riesenschirmling (giftig; ungenatterter Stiel, gerandete Knolle, rötend, in Gärten und auf Kompost), Spitzschuppiger Stachelschirmling (giftig; spitze Kegelschuppen, Ring nicht verschiebbar, stechender Geruch), Zitzen-Riesenschirmling (kleiner, spitzerer Buckel, essbar), Riesenchampignon (Lamellen rosa bis braun), kleine Schirmlinge wie Fuchsiger Schirmling und Haselbrauner Schirmling (tödlich giftig).
Kommentar:Sicher erkennbar nur an der Kombination aus Größe, genattertem Stiel und verschiebbarem Doppelring – fehlt der Ring, Exemplar stehen lassen. Faustregel: Schirmlinge mit weniger als 10 cm Hutbreite grundsätzlich nicht essen – unter ihnen sind tödlich giftige Arten. Nur die Hüte verwenden (Stiele sind zäh) und stets gut durchgaren; sehr selten wird er nicht vertragen.
Relativer Speisewert:DGfM: Positivliste Speisepilz; Schweiz: marktfähig.
Wiki-Link:https://de.wikipedia.org/wiki/Parasol_(Pilz)

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