Strohblasser Ritterling

Strohblasser Ritterling

Tricholoma album

Syn.: Agaricus albus, Gyrophila alba, Tricholoma raphanicum

Giftig
Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten
Hymenium:Lamellen
Geruch:Unangenehm süßlich, nach Scheunenstaub, dazu mehlige oder honigartige Komponente.
Geschmack:Nicht kosten! (Zunächst bitterlich, dann brennend scharf.)
Hut:3–8 (11) cm breit, erst gewölbt, dann abgeflacht, oft mit etwas dunklerem Buckel. Elfenbeinweiß bis schmutzig weiß, später creme-, leder- bis ockergelblich. Glatt, matt bis schwach seidig, trocken; Rand ungerieft, oft kurz gekerbt.
Fleisch:Weißlich bis cremefarben, ziemlich fest, im Hut brüchig; verfärbt nicht.
Stiel:3–9 cm lang, 0,6–1,5 (2,5) cm dick, im Verhältnis zum Hut eher schlank, Basis leicht zugespitzt. Weißlich, matt, feinfaserig, voll; im Alter rost- oder ockerfleckig, auf Druck bräunend.
Lamellen:Weißlich, dicklich, unterschiedlich dicht bis ziemlich entfernt, mit Zwischenlamellen. Ausgebuchtet angewachsen mit deutlichem Burggraben; Schneiden wellig bis fein gesägt.
Sporenpulver / Mikroskopie:Sporenpulver weiß. Sporen elliptisch, glatt, ca. 5–7 × 3,5–5 µm.
Vorkommen:August bis Oktober. Mykorrhizapilz von Laubbäumen wie Eiche, Birke, Buche, Espe oder Hasel; in Laub- und Mischwäldern, an Waldrändern, Wegen und in Parks. In manchen Jahren ziemlich häufig.
Familie / Ordnung:Ritterlingsähnliche – Tricholomataceae
Gruppe:Ritterlinge – Tricholoma und Ähnliche
Gattung:Tricholoma
Verwechslungsgefahr:Weiße Knollenblätterpilze (tödlich; Ring und Knolle mit Scheide – Stielbasis ausgraben!), Seidiger Ritterling (bedingt essbar; seidig glänzend, mild, blaugrüne Stielbasis), Mairitterling (im Frühjahr, starker Mehlgeruch, mild), Unverschämter Ritterling (penetranter Gasgeruch, meist unter Buche), Lästiger Ritterling (Leuchtgasgeruch, sehr entfernte Lamellen), Seifenritterling (giftig; Seifengeruch, rosa Stielbasis), weiße Trichterlinge wie Feldtrichterling (giftig, Muskarin; herablaufende Lamellen, kleiner).
Kommentar:Bitterer, dann brennend scharfer Geschmack und der unangenehme Staubgeruch sind die Leitmerkmale. Er wird teils als ungenießbar, teils als giftig (Magen-Darm-Reizung) geführt – hier vorsichtig als giftig eingestuft. Weiße Ritterlinge nur als sicherer Kenner ansprechen. Bei Verdacht auf eine Vergiftung sofort Notruf 112 oder Giftnotruf anrufen und Pilzreste aufheben.

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