Seidiger Ritterling
Taubenritterling, Schneeritterling
Tricholoma columbetta
Syn.: Agaricus columbetta, Cortinellus columbetta, Tricholoma impolitum
| Hymenium: | Lamellen |
|---|---|
| Geruch: | Schwach mehlartig, manchmal leicht gurkenartig oder etwas unangenehm, oft fast neutral. |
| Geschmack: | Mild, etwas mehlig. |
| Hut: | 4–10 (12) cm breit, jung halbkugelig mit eingerolltem Rand, dann gewölbt und alt verflacht, oft stumpf gebuckelt, Rand im Alter etwas aufgebogen. Reinweiß bis elfenbeinfarben, Scheitel später ockerlich; im Alter gelegentlich mit bläulichen oder rötlichen Flecken. Fein seidig-faserig glänzend, bei Nässe leicht schmierig, trocknet rasch ab. |
| Fleisch: | Weiß, eher weich; verfärbt weder gelb noch rot. |
| Stiel: | 4–10 (12) cm lang, 1–2,5 cm dick, zylindrisch oder schwach rübenförmig, Basis zugespitzt. Weiß, seidig längsfaserig, voll. Die Stielbasis zeigt häufig blaugrüne (seltener rosarote) Flecken – ein wichtiges Merkmal. |
| Lamellen: | Weiß, jung manchmal mit zartem Rosaschimmer, im Alter etwas gelblich. Dünn, dicht stehend, ausgebuchtet angewachsen, mit Zwischenlamellen. |
| Sporenpulver / Mikroskopie: | Sporenpulver weiß. Sporen kurz- bis breit elliptisch, glatt, ca. 5–7,5 × 3,5–5,5 µm. |
| Vorkommen: | August bis Oktober, vereinzelt bis November. Mykorrhizapilz von Buche, Eiche und Birke in Laub- und Mischwäldern, typisch auf sandigen, kalkarmen, nährstoffarmen Böden. Zerstreut bis selten. |
| Familie / Ordnung: | Ritterlingsähnliche – Tricholomataceae |
| Gruppe: | Ritterlinge – Tricholoma und Ähnliche |
| Gattung: | Tricholoma |
| Verwechslungsgefahr: | Weiße Knollenblätterpilze (tödlich; Kegelhütiger und weiße Formen des Grünen Knollenblätterpilzes mit Ring und Knolle in häutiger Scheide – Stielbasis immer ausgraben!), weiße Trichterlinge (giftig, Muskarin; Lamellen herablaufend, meist kleiner), Strohblasser Ritterling (giftig; derber, unangenehmer Geruch, brennend scharf), Unverschämter Ritterling (aufdringlicher Gasgeruch), Lästiger Ritterling (Leuchtgasgeruch, sehr entfernte Lamellen), Seifenritterling (giftig; Seifengeruch, Stielbasis rosa), Gilbender Erdritterling in weißer Form (gilbt beim Reiben), Mairitterling (im Frühjahr, dichte Lamellen, starker Mehlgeruch). |
| Kommentar: | Er gilt als essbar und steht auf der DGfM-Positivliste. Weiße Ritterlinge sind jedoch schwer zu trennen, und es gibt giftige, teils tödliche weiße Doppelgänger – deshalb nur „bedingt“: nur für sichere Kenner, auf blaugrün fleckende Stielbasis, mildes Fleisch und fehlende Knolle/Scheide achten. |
| Wiki-Link: | https://de.wikipedia.org/wiki/Seidiger_Ritterling |







