Breitblättriger Holzrübling
Breitblättriger Rübling, Breitblatt, Breitblättriger Faserrübling
Megacollybia platyphylla
Syn.: Clitocybula platyphylla, Oudemansiella platyphylla, Tricholomopsis platyphylla, Collybia platyphylla
| Hymenium: | Lamellen |
|---|---|
| Geruch: | Unauffällig. |
| Geschmack: | Nicht kosten! |
| Hut: | 4–12 cm breit (Ausnahmen bis 15 cm), zunächst kräftig gewölbt, später flach ausgebreitet, bisweilen mit eingesenkter Mitte. Hell- bis dunkelgrau- oder rußbraun, selten fast weiß; trocken, deutlich radialfaserig gestreift und im Alter oft strahlig einreißend; sehr dünnfleischig. |
| Fleisch: | Weiß, dünn und wässrig, im Stiel zäh-faserig. |
| Stiel: | 5–12 cm lang, 1–2 cm dick, zylindrisch, weißlich oder mit hutfarbenem Anflug, längsfaserig gerieft und kahl. An der Basis entspringen dicke, weiße, schnurartige Myzelstränge, die sich weit durchs Substrat ziehen. |
| Lamellen: | Weiß bis cremefarben, im Alter manchmal mit bräunlicher Schneide; sehr breit (bis über 1 cm), entfernt stehend, ausgebuchtet angewachsen, teils mit Zahn herablaufend. |
| Sporenpulver / Mikroskopie: | Sporenpulver weiß. Sporen breit elliptisch bis fast rund, glatt, ca. 6–10 × 6–8,5 µm. |
| Vorkommen: | April bis November (Hauptzeit Juni bis Oktober), einzeln oder in kleinen Gruppen an stark vermorschtem Laubholz, seltener Nadelholz: an Stümpfen, liegenden Stämmen oder vergrabenem Holz, dann scheinbar auf dem Boden. Erscheint auch bei Trockenheit; sehr häufig. |
| Familie / Ordnung: | Ritterlingsähnliche – Tricholomataceae |
| Gruppe: | Schwindlinge – Marasmius und Ähnliche |
| Gattung: | Megacollybia |
| Verwechslungsgefahr: | Rehbrauner Dachpilz und Schwarzschneidiger Dachpilz (freie Lamellen, Sporenpulver rosa, keine Myzelstränge), Nebelkappe (Lamellen eng, am Boden, dickfleischig), Schwarzschneidiger Ritterling. |
| Kommentar: | Die ungewöhnlich breiten, entfernten Lamellen, der radialfaserige graubraune Hut und die weißen Myzelschnüre an der Stielbasis machen ihn leicht kenntlich. Früher als essbar geführt; heute wird dringend vom Verzehr abgeraten: Die DGfM gibt ihn wegen wiederholt gemeldeter Magen-Darm-Beschwerden nicht zum Essen frei, roh soll er zudem blutzersetzend wirken. Bei Verdacht auf eine Vergiftung sofort Notruf 112 oder Giftnotruf anrufen und Pilzreste aufheben. |















