Nebelkappe

Nebelkappe

Nebelgrauer Trichterling, Graukappe, Herbstblattl, Nebelgrauer Röteltrichterling

Clitocybe nebularis

Syn.: Lepista nebularis, Gymnopus nebularis

Giftig
Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten
Hymenium:Lamellen
Geruch:Sehr kräftig und typisch: süßlich-ranzig, etwas parfümiert, von manchen mit Raps oder Schimmelkäse verglichen.
Geschmack:Nicht kosten!
Hut:8–25 cm breit (auch kleinere Exemplare ab 4 cm), jung gewölbt mit lange eingerolltem Rand, dann verflachend und im Alter flach trichterförmig eingesenkt, ohne Buckel. Hell- bis aschgrau, beige- oder graubraun, alt eher gelblich grau bis bräunlich; zur Mitte meist dunkler und oft mit weißlichem, reifartigem Belag. Radialfaserig, nicht hygrophan, Huthaut abziehbar. Fast weiße Formen kommen vor.
Fleisch:Weißlich bis creme, dick, fest und faserig, im Alter weicher. Keine Verfärbung beim Anschnitt.
Stiel:5–12 cm lang, 1–3,5 cm dick, zylindrisch mit keulig verdickter Basis. Heller als der Hut, auf weißlichem Grund graubraun längsfaserig; Basis mit weißem Myzelfilz, alt hohl.
Lamellen:Cremeweiß, im Alter cremegelb; ziemlich dicht, weit am Stiel herablaufend und leicht vom Hutfleisch abschiebbar.
Sporenpulver / Mikroskopie:Sporenpulver cremegelblich (deutlich getönt). Sporen elliptisch, glatt, ca. 5,5–8,5 × 3–5 µm.
Vorkommen:August bis Dezember, Hauptzeit im Spätherbst. In der Laub- und Nadelstreu aller Waldtypen, oft in großen Hexenringen oder langen Reihen und dann in Massen. Streuzersetzer, sehr häufig.
Familie / Ordnung:Ritterlingsähnliche – Tricholomataceae
Gruppe:Trichterlinge – Clitocybe und Ähnliche
Gattung:Clitocybe
Verwechslungsgefahr:Riesenrötling (giftig; Lamellen jung gelblich, später lachsrosa, ausgebuchtet angewachsen statt herablaufend, Sporenpulver rosa, Mehlgeruch), Mönchskopf (Hut ockerlich mit Mittelbuckel), Büscheliger Rasling (büschelig, Lamellen nicht weit herablaufend, ohne süßlichen Geruch), Violetter Rötelritterling (Lamellen und Stiel violett), Riesen-Krempentrichterling, Graublättriger Trichterling (unangenehmer Geruch nach Mäuseurin).
Chemische Reaktionen:KOH (Kalilauge) auf der Huthaut negativ.
Kommentar:Früher vielerorts als Marktpilz gehandelt, heute wird vom Verzehr abgeraten: Der Inhaltsstoff Nebularin gilt als zellschädigend, und viele Menschen reagieren mit Magen-Darm-Beschwerden. Wegen der Ähnlichkeit mit dem Riesenrötling Lamellenansatz und Sporenpulverfarbe genau prüfen. Bei Verdacht auf eine Vergiftung sofort Notruf 112 oder Giftnotruf anrufen und Pilzreste aufheben.
Wiki-Link:https://de.wikipedia.org/wiki/Nebelgrauer_Trichterling

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