Violetter Rötelritterling

Violetter Rötelritterling

Nackter Rötelritterling, Blauer Rötelritterling

Collybia nuda

Syn.: Lepista nuda, Rhodopaxillus nudus, Tricholoma nudum, Clitocybe nuda

Essbar
Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten
Hymenium:Lamellen
Geruch:Angenehm süßlich-parfümiert bis fruchtig-würzig, erinnert an Multivitaminsaft; selten fast geruchlos.
Geschmack:Mild, etwas nussig; roh giftig – nicht roh kosten.
Hut:4–12 (20) cm breit, jung halbkugelig mit lange eingerolltem Rand, dann gewölbt, alt flach und oft etwas vertieft. Lila, blauviolett bis grauviolett, die Mitte im Alter rötlich- bis gelbbraun ausblassend. Glatt und kahl, feucht glänzend, nur schwach hygrophan.
Fleisch:Blasslila bis weißlich-violett, im Kern weißlich, über den Lamellen kräftiger gefärbt; alt bräunlich werdend.
Stiel:4–10 (16) cm lang, 1–2,5 (4) cm dick, zylindrisch bis keulig, Basis manchmal knollig verdickt. Blassviolett, alt fast weißlich, längsfaserig und oben weißflockig bereift; Basis filzig, mit Streu verbacken.
Lamellen:Jung kräftig violett bis lila, später trüber, im Alter bräunlich. Ausgebuchtet angewachsen, dicht, lassen sich leicht vom Hutfleisch ablösen bzw. wegschieben.
Sporenpulver / Mikroskopie:Sporenpulver blass fleischrosa (nicht rostbraun!). Sporen elliptisch, fein rau, ca. 6–8,5 × 4–5 µm.
Vorkommen:Hauptzeit September bis Dezember, einzeln auch im Frühjahr und Sommer. Streuzersetzer in Laub- und Nadelwäldern, in Parks, Gärten und an Kompost; oft in Reihen oder Hexenringen, gern zusammen mit Nebelkappen. Sehr häufig.
Familie / Ordnung:Ritterlingsähnliche – Tricholomataceae
Gruppe:Sklerotienrüblinge – Collybia und Ähnliche
Gattung:Collybia
Verwechslungsgefahr:Violette Schleierlinge wie Lila Dickfuß und Bocksdickfuß (giftig; Cortina am Stiel, rostbraunes Sporenpulver, Lamellen alt rostbraun, Bocksgeruch), Rötlinge (giftig; rosa Sporenpulver, aber Lamellen nicht abschiebbar, meist mehlig), Lilastiel-Rötelritterling (heller hornfarbener Hut, nur der Stiel violett, auf Wiesen), Schmutziger Rötelritterling (kleiner, dünner, stark hygrophan, an ruderalen Stellen), Nebelkappe (giftig; grauer Hut, herablaufende weißliche Lamellen, penetranter Geruch).
Kommentar:Ein beliebter Spätherbstpilz – aber roh giftig (blutzersetzende Stoffe) und daher nur gründlich durchgegart verwenden. Wichtigste Absicherung gegen violette Schleierlinge: Sporenpulver machen (blassrosa statt rostbraun) und auf fehlende Cortina achten. Bei Verdacht auf eine Vergiftung sofort Notruf 112 oder Giftnotruf anrufen und Pilzreste aufheben.
Wiki-Link:https://de.wikipedia.org/wiki/Violetter_Rötelritterling

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