Fuchsiger Röteltrichterling
Fuchsiger Trichterling, Fuchsiger Rötelritterling
Paralepista flaccida
Syn.: Lepista flaccida, Lepista inversa, Clitocybe flaccida, Clitocybe inversa
Fotos: Daniel Mackert ©
| Hymenium: | Lamellen |
|---|---|
| Geruch: | Unspezifisch bis süßlich-säuerlich, etwas grasartig oder holzig. |
| Geschmack: | Mild bis säuerlich, selten leicht bitterlich. |
| Hut: | 3–10 (13) cm breit, jung flach gewölbt, bald flach und dann genabelt bis tief trichterförmig. Semmelgelb, ocker, orangefuchsig bis im Alter rotbraun; mitunter mit dunkleren Tropfenflecken. Glatt, etwas fettig anzufühlen, schwach hygrophan; Rand lange eingerollt. |
| Fleisch: | Dünn, cremeweißlich bis blass gelblich, zäh-faserig und elastisch. |
| Stiel: | 3–6 (8) cm lang, 0,5–1,5 (2) cm dick, zylindrisch, manchmal exzentrisch. Etwas heller als der Hut, jung weißlich überfasert; Basis mit weißem Myzelfilz, der Nadeln und Laub zusammenhält. |
| Lamellen: | Jung cremeweiß, später ockerlich mit fleischrosa Ton. Sehr gedrängt, teils gegabelt, weit herablaufend und mit dem Finger leicht vom Hutfleisch abzuschieben. |
| Sporenpulver / Mikroskopie: | Sporenpulver weiß bis cremeweiß, oft mit zartem Rosaschimmer. Sporen rundlich bis breit elliptisch, fein warzig-stachelig, ca. 3–5 × 3–4 µm. |
| Vorkommen: | Juli bis Dezember, Hauptzeit im Herbst. Streuzersetzer in Laub- und besonders in Nadelwäldern auf sauren Böden, auch an Rückegassen; oft in Reihen oder Hexenringen. Sehr häufig. |
| Familie / Ordnung: | Ritterlingsähnliche – Tricholomataceae |
| Gruppe: | Rötelritterlinge – Lepista und Ähnliche |
| Gattung: | Paralepista |
| Verwechslungsgefahr: | Parfümierter Trichterling (Wohlriechender Trichterling; giftig, schwere Nervenschäden – Acromelalga-Syndrom; birnenartig parfümierter Geruch, bisher v. a. aus Südeuropa und Nordafrika bekannt, Ausbreitung nach Norden möglich), Wasserfleckiger Röteltrichterling (blasser, dickfleischiger, mit Tropfenflecken), Mönchskopf (viel größer, langstielig, weißliches Fleisch), Ockerbrauner Trichterling (blasser, dünner, mit Buckelchen im Trichter), Falscher Pfifferling (orange, gabelige Lamellen, kein abschiebbares Hymenium), weiße Trichterlinge (giftig, Muskarin; weißlich, nicht fuchsig). |
| Chemische Reaktionen: | KOH auf der Huthaut gelb, am Stiel zitronengelb. |
| Kommentar: | Die abschiebbaren, herablaufenden Lamellen und das zähe, fuchsfarbene Aussehen sind typisch. Der Speisewert ist umstritten: Es gibt Berichte über Magen-Darm-Beschwerden (u. a. mit Alkohol) und einen ungeklärten Fall muskarinähnlicher Symptome; zudem besteht Verwechslungsgefahr mit dem giftigen Parfümierten Trichterling. Wenn überhaupt, nur in kleinen Mengen gut durchgegart und ohne Alkohol. Bei Verdacht auf eine Vergiftung sofort Notruf 112 oder Giftnotruf anrufen und Pilzreste aufheben. |














