Riesenchampignon

Riesenchampignon

Riesen-Egerling, Braunschuppiger Riesen-Champignon, Braunschuppiger Riesenegerling

Agaricus augustus

Syn.: Agaricus perrarus, Psalliota augusta

Essbar
Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten
Hymenium:Lamellen
Geruch:Deutlich nach Anis bzw. Bittermandel, erinnert an Weihnachtsgebäck.
Geschmack:Mild und nussig; roh nicht verzehren.
Hut:10–25 cm breit, ausnahmsweise bis 35 cm. Jung fast halbkugelig mit abgeflachtem Scheitel, später flach ausgebreitet und dickfleischig. Auf hellem, weißlich bis gelblichem Grund dicht mit ockergelben bis dunkelbraunen, angedrückten Schuppen in konzentrischen Kreisen bedeckt. Reibt man die Oberfläche, gilbt sie deutlich.
Fleisch:Weiß, fest und faserig; an Druck- und Schnittstellen gelblich bis gelbbräunlich verfärbend, nie rötend.
Stiel:10–25 cm lang, 2–5 cm dick, kräftig, zylindrisch mit verdickter Basis, im Alter hohl. Über dem Ring weißlich und glatt, darunter mit bräunlichen, flockigen Schuppengürteln; auf Druck gilbend. Ring groß, weiß, dünnhäutig und herabhängend.
Lamellen:Frei und gedrängt. Längere Zeit blass cremefarben bis graurosa, mit der Reife dunkelbraun; gedrückt leicht gilbend.
Sporenpulver / Mikroskopie:Sporenpulver purpur- bis schokoladenbraun. Sporen ellipsoid bis eiförmig, glatt, dickwandig, ca. 7–10 × 4,5–6,5 µm.
Vorkommen:Juli bis Oktober (vereinzelt schon ab Juni). In lichten Laub- und Nadelwäldern, gern unter Fichten, an Waldrändern und Wegen, in Parks unter Gebüsch; auf humusreichen, eher basischen Böden. Streuzersetzer, zerstreut bis stellenweise häufig.
Familie / Ordnung:Champignonverwandte – Agaricaceae
Gruppe:Egerlinge – Agaricus und Ähnliche
Gattung:Agaricus
Verwechslungsgefahr:Rebhuhnchampignon (giftig; Stielbasis im Schnitt chromgelb, Karbolgeruch), Perlhuhnchampignon (giftig; graue Schuppen, Tinten- bzw. Karbolgeruch), Karbolegerling (giftig; Karbolgeruch, Stielbasis im Schnitt chromgelb), Kleiner Wald-Champignon (kleiner, Fleisch rötet), Spitzschuppiger Stachelschirmling (giftig; Lamellen bleibend weiß, spitze Schuppen, stechender Geruch), Parasol (weiße Lamellen, genatterter Stiel, verschiebbarer Ring).
Chemische Reaktionen:KOH auf der Huthaut gelb. Schäffer-Reaktion positiv (kräftig rot).
Kommentar:Gilbende Anis-Egerlinge reichern Cadmium an – daher höchstens gelegentlich und in kleinen Mengen essen. Die Kombination aus Anisduft und gilbendem Fleisch unterscheidet ihn von den ebenfalls gilbenden, aber nach Karbol riechenden Giftchampignons. Grundregel bei allen Champignons: Die Lamellen sind schon beim jungen Pilz nicht reinweiß, sondern rosa, grau oder bräunlich, und die Stielbasis steckt nie in einer häutigen Scheide. Fruchtkörper mit weißen Lamellen oder Scheidenknolle stehen lassen – sie können tödlich giftige Knollenblätterpilze sein; deshalb den Stiel stets vollständig mit Basis herausdrehen.
Relativer Speisewert:Schweiz: marktfähig.

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