Fichtenreizker

Fichtenreizker

Fichten-Reizker

Lactarius deterrimus

Syn.: Lactarius deliciosus var. deterrimus

Essbar
Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten
Hymenium:Lamellen
Geruch:Leicht süßlich-fruchtig, etwas an Möhren erinnernd.
Geschmack:Herb und etwas bitterlich, kaum scharf.
Hut:3–12 cm breit, jung gewölbt, dann verflacht mit eingesenkter Mitte, alt trichterig. Kräftig orange bis orangerot, mit oder ohne feine konzentrische Zonen, ohne dunkle Gruben. Im Alter und nach Frost zunehmend grünfleckig. Oberfläche bei Feuchtigkeit schmierig.
Fleisch:Weißlich bis blass orange, weich und brüchig. Die angeschnittenen Stellen färben sich durch die Milch zügig weinrot, später grünlich.
Stiel:3–7 cm lang, 1–2 cm dick, zylindrisch, bald hohl. Orange wie der Hut, meist glatt und ohne dunklere Grübchen.
Lamellen:Orange bis lachsfarben, angewachsen bis kurz herablaufend, mit Zwischenlamellen; verletzte Stellen verfärben sich über Orange nach Weinrot und schließlich grünlich. Die austretende Milch ist zunächst möhrenfarben, färbt sich innerhalb einer Viertelstunde bis zwanzig Minuten weinrot und wird nach einigen Stunden grünlich.
Sporenpulver / Mikroskopie:Sporenpulver blass ocker. Sporen rundlich-elliptisch, netzig-warzig ornamentiert, ca. 7,5–11 × 6–8,5 µm.
Vorkommen:Juli bis November, ausschließlich bei Fichten – in Fichtenwäldern, Fichtenschonungen und an Waldrändern. Mykorrhizapilz, der auf sauren wie basischen Böden vorkommt; unter den rotmilchenden Reizkern die am weitesten verbreitete Art.
Familie / Ordnung:Täublingsverwandte – Russulaceae
Gruppe:Milchlinge – Lactarius und Ähnliche
Gattung:Lactarius
Verwechslungsgefahr:Lachsreizker (bei Weißtanne, Hut blasser lachsorange, grünt nicht), Echter Reizker (bei Kiefer, Stiel mit dunklen Grübchen, Milch bleibt orange), Kiefern-Blutreizker (bei Kiefer, Milch gleich weinrot), Birkenreizker (giftig: bei Birke, Hut blass fleischrosa gezont mit zottig-wolligem Rand, Milch weiß, bleibt weiß und ist brennend scharf – echte Reizker haben immer orange bis rote Milch).
Kommentar:Welche rotmilchende Reizker-Art vorliegt, zeigt sich am zuverlässigsten am Partnerbaum, am Farbwechsel der Milch und daran, wie sich ein längs halbierter Pilz verfärbt. Häufig schon jung madig; durch seinen herben, leicht bitteren Beigeschmack kulinarisch nicht ganz auf der Höhe des Echten Reizkers. Nach dem Essen kann sich der Urin rötlich färben – das ist harmlos.
Relativer Speisewert:DGfM: Positivliste Speisepilz; Schweiz: marktfähig.
Wiki-Link:https://de.wikipedia.org/wiki/Fichten-Reizker

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