Gallertiger Zitterzahn

Gallertiger Zitterzahn

Eispilz, Zitterzahn

Pseudohydnum gelatinosum

Syn.: Tremellodon gelatinosum, Hydnum gelatinosum, Exidia gelatinosa

Essbar
Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten
Hymenium:Stacheln
Geruch:Unauffällig.
Geschmack:Mild, nahezu geschmacklos.
Hut:1–8 cm breit, jung zungenförmig, dann halbkreis-, fächer- oder muschelförmig und seitlich angewachsen. Glasig-weißlich bis grau, graubraun oder violettbraun, im Alter auch gelblich-bräunlich; Oberseite etwas rau, fein körnig bis schorfig. Oft mehrere Hüte gedrängt oder dachziegelig.
Fleisch:Durchscheinend weißlich bis bräunlich, wässrig-gallertig, weich und biegsam; beim Eintrocknen stark schrumpfend und hart.
Stiel:Meist nur als kurzer, seitlicher, gleichfarbiger Ansatz ausgebildet, oft kaum vorhanden.
Stacheln:Unterseite dicht mit weichen, glasig-weißlichen bis hutfarbenen, spitzen Stacheln von 3–5 mm Länge besetzt; nicht ablösbar.
Sporenpulver / Mikroskopie:Sporenpulver weiß. Sporen rundlich bis breit elliptisch, glatt, ca. 5–8 × 4,5–6,5 µm.
Vorkommen:Juli bis Dezember, vor allem im Herbst. In Nadelwäldern auf morschen Stümpfen, seltener Stämmen, Ästen und Wurzeln von Fichte, Kiefer und Tanne, ausnahmsweise an Laubholz. Saprobiont, gesellig, häufig.
Familie / Ordnung:Nichtblätterpilze – Aphyllophorales
Gruppe:Gallerttrichter – Guepinia und Ähnliche
Gattung:Pseudohydnum
Verwechslungsgefahr:Praktisch unverwechselbar – der einzige einheimische Gallertpilz mit Stacheln. Weiße Drüslinge und Zitterlinge wie der Kristallzitterling (flach-gekröseartig, ohne Stacheln).
Kommentar:Einer der wenigen Pilze, die traditionell auch roh als Salatpilz verwendet werden; wegen möglicher Verunreinigungen (z. B. Fuchsbandwurm) empfiehlt sich gründliches Säubern und kurzes Überbrühen. Geschmacklich eher neutral, reizvoll vor allem durch die Konsistenz.
Wiki-Link:https://de.wikipedia.org/wiki/Gallertiger_Zitterzahn

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