Gestreifter Teuerling
Striegeliger Teuerling
Cyathus striatus
Syn.: Peziza striata
Fotos: Daniel Mackert ©
| Hymenium: | Innenliegend (Bauchpilze) |
|---|---|
| Geruch: | Neutral. |
| Geschmack: | Unbedeutend; zäh. |
| Fruchtkörper: | Winzige Becher, ca. 1–1,5 cm hoch und 0,5–1 cm breit, umgekehrt kegel- bis urnenförmig. Außen dunkel- bis kastanienbraun und struppig-zottig behaart. Jung ist die Öffnung durch ein weißliches Häutchen verschlossen, das bei der Reife aufreißt; Reste bleiben oft am Rand. Die Innenwand ist grau bis silbrig und deutlich längs gerieft – das namensgebende Merkmal. |
| Innenmasse (Gleba): | Am Becherboden liegen über zehn kleine, linsenförmige, silbergraue „Eier“ (Peridiolen), in denen sich die Sporen bilden. Jede hängt an einem feinen, nabelschnurartigen Strang. Fallen Regentropfen in den Becher, werden sie herausgeschleudert und bleiben an umliegenden Pflanzenteilen hängen. |
| Sporenpulver / Mikroskopie: | Sporenpulver weiß. Sporen elliptisch, glatt, farblos, ca. 12–21 × 7–12 µm. |
| Vorkommen: | Juli bis Januar; alte, lederige Becher bleiben bis ins Frühjahr stehen. Auf morschem Laub- und Nadelholz, kleinen Ästen und anderen Pflanzenresten, gern an Buche; meist gesellig in Gruppen. Holz- und Streuzersetzer, häufig. |
| Familie / Ordnung: | Nichtblätterpilze – Aphyllophorales |
| Gruppe: | Teuerlinge – Cyathus und Ähnliche |
| Gattung: | Cyathus |
| Verwechslungsgefahr: | Tiegel-Teuerling (außen gelblich-filzig, Innenwand glatt, Peridiolen weißlich), Topf-Teuerling (auf Erde und Streu, glockig öffnend, Innenwand glatt), Dung-Teuerling (blasser, Innenwand glatt, auf Dung). |
| Kommentar: | Wegen der Winzigkeit ohne jeden Speisewert, aber ein faszinierender Fund. Hinter dem Namen steckt eine alte bäuerliche Wetter- und Preisregel: Man sah in den „Eiern“ kleine Münzen, und wenn die Becher zahlreich erschienen, rechnete man mit steigenden Preisen. |
| Wiki-Link: | https://de.wikipedia.org/wiki/Gestreifter_Teuerling |











