Hainbuchenröhrling

Hainbuchenröhrling

Hainbuchen-Raufuß, Hainbuchen-Raufußröhrling

Leccinellum pseudoscabrum

Syn.: Leccinum pseudoscabrum, Leccinum carpini, Leccinum griseum, Boletus pseudoscaber

Essbar
Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten
Hymenium:Röhren
Geruch:Angenehm pilzartig.
Geschmack:Mild, pilzig; roh giftig – nicht roh kosten.
Hut:3–15 cm breit, jung halbkugelig, dann flach polsterförmig, alt fast flach. Grau-, gelb- oder olivbraun bis rußig schwarzbraun, oft ungleichmäßig gefleckt. Kennzeichnend ist die runzelig-grubige, wie gehämmert wirkende Oberfläche, die bald etwas glänzt und bei Trockenheit feldrig reißt. Im Alter schwärzend.
Fleisch:Weißlich, recht fest. Im Anschnitt erst rötlich-violett, dann grauviolett und schließlich fast schwarz; nahe der Stielbasis gelegentlich bläulich. Wird beim Kochen schwarz.
Stiel:3–12 cm lang, 0,5–3 cm dick, zylindrisch oder leicht bauchig. Grundfarbe hellgrau bis weißlich, darauf graue bis fast schwarze Schüppchen, die sich oft zu längs verlaufenden Rippen reihen. Verletzt grauviolett bis schwarz anlaufend; Basismyzel weißlich.
Röhren / Poren:Röhren jung schmutzig weiß, dann creme- bis graugelblich mit leichtem Olivton. Poren relativ fein, etwas eckig, auf Druck braungrau bis schwärzlich.
Sporenpulver / Mikroskopie:Sporenpulver ocker- bis schmutzig braun. Sporen spindelförmig, glatt, ca. 13–20 × 5–7 µm.
Vorkommen:Juli bis Oktober bei Hainbuchen, seltener bei Hasel, in lichten Laubwäldern und Parks; ohne besondere Bodenansprüche. Mykorrhizapilz, zerstreut, aber weit verbreitet.
Familie / Ordnung:Dickröhrlingsartige – Boletales
Gruppe:Raufüße – Leccinum und Ähnliche
Gattung:Leccinellum
Verwechslungsgefahr:Birkenpilz (Fleisch schwärzt nicht, Hut glatt, unter Birke), Vielverfärbender Birkenpilz (Fleisch rosa und blaugrün, unter Birke), Gelbporiger Raufußröhrling (gelbe Röhren), Pappel-Raufuß (unter Pappel, Hutrand überstehend), Gallenröhrling (Stiel mit Netz, Röhren erst weiß, dann rosa werdend, sehr bitter).
Kommentar:Runzeliger Hut, schwärzendes Fleisch und die Hainbuche als Partner sind die sichersten Kennzeichen. Roh unverträglich bis giftig – wie alle Raufüße mindestens 15–20 Minuten durchgaren.
Relativer Speisewert:Nach Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt – Sammeln nur in geringen Mengen für den Eigenbedarf.

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