Gemeiner Gallenröhrling
Gallenröhrling, Bitterling
Tylopilus felleus
Syn.: Boletus felleus
| Hymenium: | Röhren |
|---|---|
| Geruch: | Unspezifisch, etwas säuerlich-pilzig. |
| Geschmack: | Stark gallebitter, nur ausnahmsweise mild; schon ein winziges Stück an der Zungenspitze genügt zur Prüfung – ausspucken. |
| Hut: | 5–15 cm breit, jung halbkugelig, bald flach polsterförmig. Olivgelb, beige, rehbraun bis mittelbraun; fein samtig-filzig und trocken. |
| Fleisch: | Weiß und weitgehend unveränderlich, allenfalls leicht rosa getönt. |
| Stiel: | 5–10 cm lang, 1–3,5 cm dick, walzig bis keulig, am Grund oft etwas verbreitert. Olivgelb bis olivocker oder hellbraun, mit grobem, erhabenem, deutlich dunkler braunem Netz. |
| Röhren / Poren: | Röhren jung weiß, dann zunehmend rosa bis fleischfarben; auf Druck schmutzig rosa. Mündungen rundlich. |
| Sporenpulver / Mikroskopie: | Sporenpulver fleischrosa – unter den europäischen Röhrlingen einzigartig. Sporen spindelig, glatt, ca. 11–17 × 4–5 µm. |
| Vorkommen: | Juni bis Oktober. In Nadel- und Laubwäldern, besonders unter Fichte und Kiefer, auf sauren Böden, gelegentlich auch auf morschem Holz. Häufig. |
| Familie / Ordnung: | Dickröhrlingsartige – Boletales |
| Gruppe: | Dickröhrlinge – Boletus und Ähnliche |
| Gattung: | Tylopilus |
| Verwechslungsgefahr: | Steinpilz und Sommersteinpilz (weißes bis gelbliches, feines Netz, Röhren weiß bis olivgelb, nie rosa, Geschmack mild), Maronenröhrling (Röhren gelb, blauend), Birkenpilz (Stiel mit Schuppen statt Netz), Düsterer Röhrling, Schönfußröhrling, Wurzelnder Bitterröhrling. |
| Kommentar: | Klassischer Doppelgänger des Steinpilzes: Dunkles, grobes Stielnetz und rosa werdende Röhren sind die Warnzeichen. Ein einziges Exemplar macht durch seine Bitterkeit das ganze Pilzgericht ungenießbar – Kochen hilft nicht. In größerer Menge sind Magen-Darm-Beschwerden beschrieben. |
| Wiki-Link: | https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeiner_Gallenröhrling |











