Orangeseitling

Orangeseitling

Gemeiner Orangeseitling

Phyllotopsis nidulans

Syn.: Panus nidulans

Ungenießbar
Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten
Hymenium:Lamellen
Geruch:Unangenehm: dumpf-muffig bis süßlich, oft deutlich nach faulendem Kohl.
Geschmack:Mild, aber unangenehm muffig.
Hut:2–8(10) cm breit, nieren-, muschel- bis becherförmig, seitlich am Holz, oft dachziegelig in Gruppen. Ocker- bis safrangelb, orange bis orangebraun, Rand etwas heller und lange eingerollt. Oberfläche filzig-samtig bis striegelig, auch fein schuppig.
Fleisch:Gelblich, dünn, zäh-elastisch, im Hut in mehreren Schichten aufgebaut.
Stiel:Meist fehlend oder nur als kurzer, seitlicher Ansatz ausgebildet; gelborange.
Lamellen:Leuchtend gelb bis orangegelb, dicht stehend, strahlenförmig vom Anwachspunkt ausgehend, nicht gegabelt, mit vielen Zwischenlamellen.
Sporenpulver / Mikroskopie:Sporenpulver blass fleischrosa, beim Trocknen fast weißlich ausblassend. Sporen zylindrisch bis wurstförmig, glatt, inamyloid, ca. 4–7 × 1,5–3 µm.
Vorkommen:Fast ganzjährig, Schwerpunkt September bis Februar, an morschen Stämmen und Stümpfen von Nadelholz (gern Fichte und Tanne) und Laubholz. Folgezersetzer; zerstreut, in Ausbreitung begriffen.
Familie / Ordnung:Ritterlingsähnliche – Tricholomataceae
Gruppe:Seitlinge – Pleurotus und Ähnliche
Gattung:Phyllotopsis
Verwechslungsgefahr:Muschelkrempling (Lamellen ockerbraun, krause, leicht ablösbar, Hut kahler), Gelbstieliger Muschelseitling (Hut olivbraun, gallertige Schicht), Falscher Pfifferling (zentraler Stiel, gegabelte Lamellen, am Boden oder auf Holzresten), Berindeter Seitling (weißlich, mit Velumresten).
Chemische Reaktionen:KOH auf den Lamellen ohne Reaktion.
Kommentar:Leuchtend orangefarbene, filzige Hüte ohne echten Stiel und der Kohlgeruch machen die Art unverwechselbar; der Geruch allein schreckt vom Probieren ab. Schöner Winterfund, der in den letzten Jahrzehnten deutlich häufiger geworden ist.

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