Orangeseitling
Gemeiner Orangeseitling
Phyllotopsis nidulans
Syn.: Panus nidulans
Fotos: Daniel Mackert ©
| Hymenium: | Lamellen |
|---|---|
| Geruch: | Unangenehm: dumpf-muffig bis süßlich, oft deutlich nach faulendem Kohl. |
| Geschmack: | Mild, aber unangenehm muffig. |
| Hut: | 2–8(10) cm breit, nieren-, muschel- bis becherförmig, seitlich am Holz, oft dachziegelig in Gruppen. Ocker- bis safrangelb, orange bis orangebraun, Rand etwas heller und lange eingerollt. Oberfläche filzig-samtig bis striegelig, auch fein schuppig. |
| Fleisch: | Gelblich, dünn, zäh-elastisch, im Hut in mehreren Schichten aufgebaut. |
| Stiel: | Meist fehlend oder nur als kurzer, seitlicher Ansatz ausgebildet; gelborange. |
| Lamellen: | Leuchtend gelb bis orangegelb, dicht stehend, strahlenförmig vom Anwachspunkt ausgehend, nicht gegabelt, mit vielen Zwischenlamellen. |
| Sporenpulver / Mikroskopie: | Sporenpulver blass fleischrosa, beim Trocknen fast weißlich ausblassend. Sporen zylindrisch bis wurstförmig, glatt, inamyloid, ca. 4–7 × 1,5–3 µm. |
| Vorkommen: | Fast ganzjährig, Schwerpunkt September bis Februar, an morschen Stämmen und Stümpfen von Nadelholz (gern Fichte und Tanne) und Laubholz. Folgezersetzer; zerstreut, in Ausbreitung begriffen. |
| Familie / Ordnung: | Ritterlingsähnliche – Tricholomataceae |
| Gruppe: | Seitlinge – Pleurotus und Ähnliche |
| Gattung: | Phyllotopsis |
| Verwechslungsgefahr: | Muschelkrempling (Lamellen ockerbraun, krause, leicht ablösbar, Hut kahler), Gelbstieliger Muschelseitling (Hut olivbraun, gallertige Schicht), Falscher Pfifferling (zentraler Stiel, gegabelte Lamellen, am Boden oder auf Holzresten), Berindeter Seitling (weißlich, mit Velumresten). |
| Chemische Reaktionen: | KOH auf den Lamellen ohne Reaktion. |
| Kommentar: | Leuchtend orangefarbene, filzige Hüte ohne echten Stiel und der Kohlgeruch machen die Art unverwechselbar; der Geruch allein schreckt vom Probieren ab. Schöner Winterfund, der in den letzten Jahrzehnten deutlich häufiger geworden ist. |



