Schärflicher Ritterling
Schärflicher Erdritterling, Schärflicher Erd-Ritterling
Tricholoma sciodes
Syn.: Tricholoma virgatum var. sciodes, Agaricus murinaceus
| Hymenium: | Lamellen |
|---|---|
| Geruch: | Unauffällig bis schwach erdig, nicht mehlartig. |
| Geschmack: | Nicht kosten! (Anfangs mild bis bitterlich, nach etwa einer Minute zunehmend scharf.) |
| Hut: | 4–10 cm breit, jung gewölbt, dann ausgebreitet und oft wellig verflacht, meist mit deutlichem, nicht selten spitzem Buckel. Maus- bis dunkelgrau oder graubraun, Mitte dunkler; eingewachsen radialfaserig, silbrig schimmernd wie Metallfolie, gelegentlich mit violettlichem Anflug. Rand lange heruntergebogen, im Alter radial einreißend. |
| Fleisch: | Weiß bis grauweiß, nicht verfärbend. |
| Stiel: | 5–10 (12) cm lang, 0,8–2 cm dick, zylindrisch. Weiß bis grauweiß, eingewachsen längsfaserig, im Alter grau überhaucht und an der Basis mitunter graubraun fleckig; wird hohl. |
| Lamellen: | Jung weißgrau, teils mit schwach rosa Schimmer, später bräunlich grau. Schneiden im Alter wellig-gekerbt und schwärzlich gesäumt – ein gutes Merkmal. Ausgebuchtet angewachsen. |
| Sporenpulver / Mikroskopie: | Sporenpulver weiß. Sporen breit elliptisch bis rundlich, glatt, ca. 6–8 × 5–6,5 µm. |
| Vorkommen: | Juli bis November, vor allem im Herbst. Mykorrhizapilz der Rotbuche in Laubwäldern, bevorzugt auf basenreichen Böden, aber auch auf sauren. In Mitteleuropa verbreitet, zerstreut bis häufig. |
| Familie / Ordnung: | Ritterlingsähnliche – Tricholomataceae |
| Gruppe: | Ritterlinge – Tricholoma und Ähnliche |
| Gattung: | Tricholoma |
| Verwechslungsgefahr: | Tigerritterling (giftig; heller Hut mit groben dunklen Schuppen, Mehlgeruch, mild), Brennendscharfer Ritterling (giftig; heller silbergrau, spitzer kegelig, im Nadelwald), Gemeiner Erdritterling (giftig; mild, feinfilziger Hut, meist unter Kiefer), Rötender Ritterling (Mehlgeruch, Fleisch rötet), Schwarzschuppiger Erdritterling (dunkel geschuppt, mild). |
| Kommentar: | Die Kombination aus Buchenwald, metallisch glänzendem, gebuckeltem Hut, schwärzlich gesäumten Lamellenschneiden und verzögert scharfem Geschmack führt zur Art. Er verursacht Magen-Darm-Vergiftungen, wenn auch meist schwächer als der Tigerritterling. Bei Verdacht auf eine Vergiftung sofort Notruf 112 oder Giftnotruf anrufen und Pilzreste aufheben. |








