Scharlachroter Kelchbecherling
Zinnoberroter Kelchbecherling, Zinnoberroter Prachtbecherling, Scharlachroter Prachtbecherling
Sarcoscypha coccinea
Syn.: Peziza coccinea, Lachnea coccinea
Fotos: Daniel Mackert ©
| Hymenium: | Schlauchpilz (Becher, Waben, Falten) |
|---|---|
| Geruch: | Unauffällig. |
| Geschmack: | Mild, ohne Eigengeschmack. |
| Fruchtkörper: | Becher 1–5 (7) cm breit, jung tief kelch- bis pokalförmig, später schüsselförmig und alt fast flach ausgebreitet, Rand oft heller. Innenseite leuchtend scharlach- bis zinnoberrot, matt und glatt. Außenseite deutlich blasser, weißlich bis rosa oder gelblich-orange, fein filzig behaart (Lupe). |
| Fleisch: | Dünn (1–2 mm), weißlich mit roter innerer Schicht, zäh-elastisch bis wachsartig. |
| Stiel: | Kurz bis mittellang, weißlich, oben rötlich überhaucht, filzig; reicht bis ins Holz, oft unter Moos oder Laub verborgen. |
| Fruchtschicht: | Die Fruchtschicht bildet die rote Innenseite des Bechers. |
| Sporenpulver / Mikroskopie: | Sporenpulver weiß. Sporen länglich-elliptisch, glatt, an den Enden abgerundet, ca. 24–35 × 10–14 µm. |
| Vorkommen: | Dezember bis Mai, oft schon während der Schneeschmelze. Auf am Boden liegenden, meist moosigen oder halb vergrabenen Ästchen von Laubbäumen (u. a. Weide, Erle, Hasel, Buche), in feuchten Au- und Schluchtwäldern sowie Bachtälern; gern auf kalkhaltigem Boden. In Mitteleuropa deutlich seltener als der Österreichische Kelchbecherling. |
| Familie / Ordnung: | Schlauchpilze – Ascomycota |
| Gruppe: | Becherlinge – Peziza und Ähnliche |
| Gattung: | Sarcoscypha |
| Verwechslungsgefahr: | Österreichischer Kelchbecherling (in Mitteleuropa die häufigere Art, makroskopisch nicht unterscheidbar: Haare der Außenseite korkenzieherartig gewunden, Sporen an den Enden eingedellt – nur mikroskopisch), Orangebecherling (orange, ungestielt, auf nackter Erde, Sommer bis Herbst), Mennigfarbiger Borstling (klein, auf Erde, außen dunkel behaart). |
| Kommentar: | Einer der schönsten Frühlingsboten im Wald – sammeln lohnt sich aber nicht: Kulinarisch bedeutungslos und vielerorts selten, daher bitte stehen lassen und nur fotografieren. Für eine sichere Artbestimmung braucht es das Mikroskop. |
| Wiki-Link: | https://de.wikipedia.org/wiki/Scharlachroter_Kelchbecherling |









