Scharlachroter Kelchbecherling

Scharlachroter Kelchbecherling

Zinnoberroter Kelchbecherling, Zinnoberroter Prachtbecherling, Scharlachroter Prachtbecherling

Sarcoscypha coccinea

Syn.: Peziza coccinea, Lachnea coccinea

Ungenießbar
Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten
Hymenium:Schlauchpilz (Becher, Waben, Falten)
Geruch:Unauffällig.
Geschmack:Mild, ohne Eigengeschmack.
Fruchtkörper:Becher 1–5 (7) cm breit, jung tief kelch- bis pokalförmig, später schüsselförmig und alt fast flach ausgebreitet, Rand oft heller. Innenseite leuchtend scharlach- bis zinnoberrot, matt und glatt. Außenseite deutlich blasser, weißlich bis rosa oder gelblich-orange, fein filzig behaart (Lupe).
Fleisch:Dünn (1–2 mm), weißlich mit roter innerer Schicht, zäh-elastisch bis wachsartig.
Stiel:Kurz bis mittellang, weißlich, oben rötlich überhaucht, filzig; reicht bis ins Holz, oft unter Moos oder Laub verborgen.
Fruchtschicht:Die Fruchtschicht bildet die rote Innenseite des Bechers.
Sporenpulver / Mikroskopie:Sporenpulver weiß. Sporen länglich-elliptisch, glatt, an den Enden abgerundet, ca. 24–35 × 10–14 µm.
Vorkommen:Dezember bis Mai, oft schon während der Schneeschmelze. Auf am Boden liegenden, meist moosigen oder halb vergrabenen Ästchen von Laubbäumen (u. a. Weide, Erle, Hasel, Buche), in feuchten Au- und Schluchtwäldern sowie Bachtälern; gern auf kalkhaltigem Boden. In Mitteleuropa deutlich seltener als der Österreichische Kelchbecherling.
Familie / Ordnung:Schlauchpilze – Ascomycota
Gruppe:Becherlinge – Peziza und Ähnliche
Gattung:Sarcoscypha
Verwechslungsgefahr:Österreichischer Kelchbecherling (in Mitteleuropa die häufigere Art, makroskopisch nicht unterscheidbar: Haare der Außenseite korkenzieherartig gewunden, Sporen an den Enden eingedellt – nur mikroskopisch), Orangebecherling (orange, ungestielt, auf nackter Erde, Sommer bis Herbst), Mennigfarbiger Borstling (klein, auf Erde, außen dunkel behaart).
Kommentar:Einer der schönsten Frühlingsboten im Wald – sammeln lohnt sich aber nicht: Kulinarisch bedeutungslos und vielerorts selten, daher bitte stehen lassen und nur fotografieren. Für eine sichere Artbestimmung braucht es das Mikroskop.
Wiki-Link:https://de.wikipedia.org/wiki/Scharlachroter_Kelchbecherling

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