Schuppiger Sägeblättling

Schuppiger Sägeblättling

Schuppiger Sägling, Schwellenpilz

Neolentinus lepideus

Syn.: Lentinus lepideus, Panus lepideus

Ungenießbar
Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten
Hymenium:Lamellen
Geruch:Auffällig süßlich-würzig, an Perubalsam, Anis oder gärendes Obst erinnernd.
Geschmack:Mild und pilzartig.
Hut:3–20 cm breit, anfangs halbkugelig, dann gewölbt bis flach. Grundfarbe cremeweiß bis ockergelblich, Die trockene Huthaut zerreißt in kräftige, flach aufliegende Schuppen, die mit der Zeit braun bis rotbraun nachdunkeln. Der Rand bleibt lange nach innen gebogen und trägt bei jungen Stücken Fetzen einer Teilhülle.
Fleisch:Weiß, zur Stielbasis hin bräunend; anfangs recht weich, doch schon bald zäh wie Gummi – im Stiel besonders ausgeprägt.
Stiel:3–15 cm lang, 1–5 cm dick, mittig oder exzentrisch sitzend und häufig mit einer wurzelähnlichen Verlängerung tief im Substrat steckend. Die Spitze ist weiß, abwärts wird der Stiel dunkler und immer dichter mit braunen Schuppen bedeckt; jung mit vergänglicher Ringzone.
Lamellen:Weiß, später gelblich, entfernt stehend, breit angewachsen bis herablaufend. Schneiden grob sägezahnartig gezähnt; junge Lamellen scheiden manchmal Tröpfchen aus.
Sporenpulver / Mikroskopie:Sporenpulver weiß. Sporen lang-elliptisch bis zylindrisch, glatt, ca. 7,5–12 × 3–4,5 µm.
Vorkommen:Etwa Mai bis Oktober, vereinzelt schon ab April und bis Dezember; besonders in trockenen, heißen Sommern. Auf totem, meist sonnig liegendem, starkem Nadelholz, bevorzugt Kiefer und Lärche, seltener auf Laubholz; oft auf verbautem Holz wie Eisenbahnschwellen, Pfählen, Balken und Holzbrücken. Erzeugt eine kräftige Würfel-Braunfäule. Häufig und weit verbreitet.
Familie / Ordnung:Stielporlingsartige – Polyporales
Gruppe:Sägeblättlinge – Neolentinus und Ähnliche
Gattung:Neolentinus
Verwechslungsgefahr:Getigerter Sägeblättling (kleiner, feine schwärzliche Schüppchen, dicht stehende Lamellen, auf Laubholz, ohne Balsamgeruch), Harziger Sägeblättling (klebrig-harziger Überzug, auf Fichte und Tanne), Pappelschüppling (Ring, braunes Sporenpulver), Schuppiger Porling (Poren statt Lamellen).
Kommentar:Jung wird er in manchen Quellen als essbar geführt, das Fleisch wird aber rasch zäh – als Speisepilz lohnt er nicht. Als Braunfäuleerreger in verbautem Holz ist er ein ernstzunehmender Holzschädling.
Wiki-Link:https://de.wikipedia.org/wiki/Schuppiger_Sägeblättling

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