Sklerotienporling
Sklerotien-Porling, Kleiner Schuppenporling
Polyporus tuberaster
Syn.: Polyporus lentus, Polyporus forquignonii
| Hymenium: | Poren |
|---|---|
| Geruch: | Angenehm würzig-pilzartig. |
| Geschmack: | Mild bis leicht bitterlich; die Bitterkeit verliert sich beim Garen. |
| Hut: | Etwa 3–10 cm breit, kreisrund, zunächst gewölbt, später in der Mitte eingesenkt bis flach trichterig; der leicht nach unten gebogene Rand trägt feine Wimpern. Die hell ockergelbe Oberfläche ist mit braunen Schüppchen besetzt, die in Ringen um die Mitte liegen; Gesamteindruck ocker- bis orange- oder rotbraun. |
| Fleisch: | Weiß, elastisch-weich bis zäh, ohne Verfärbung. |
| Stiel: | 1–6 cm lang, 0,5–1,5 cm dick, überwiegend mittig ansetzend, walzenförmig und elastisch, in Weiß-, Creme- oder hellen Gelbbrauntönen, an der Basis filzig – aber nie schwarz. Entspringt manchmal einem unterirdischen, bis faustgroßen und größeren Sklerotium aus Myzel, Erde und Holzresten. |
| Poren: | Röhren weißlich, später blass gelblich, weit am Stiel herablaufend. Poren grob, eckig und radial gestreckt (etwa 0,5–1,5 je mm), mit fein ausgefransten Rändern. |
| Sporenpulver / Mikroskopie: | Sporenpulver weiß. Sporen lang elliptisch bis zylindrisch, glatt, ca. 10–15 × 3,5–5 µm. |
| Vorkommen: | Mai bis Oktober. Auf am Boden liegenden, abgestorbenen Ästen und Holzstücken von Laubbäumen, bevorzugt Buche und Eiche, oder scheinbar aus dem Boden aus einem vergrabenen Sklerotium. Verursacht Weißfäule. Auf naturnahe Wälder mit reichlich liegendem Totholz angewiesen; insgesamt eher selten. |
| Familie / Ordnung: | Stielporlingsartige – Polyporales |
| Gruppe: | Stielporlinge – Polyporus und Ähnliche |
| Gattung: | Polyporus |
| Verwechslungsgefahr: | Schuppiger Porling (viel größer, Geruch nach Gurke/Mehl), Löwengelber Porling (Hut ungeschuppt, Poren fein, Stielbasis schwarz), Maiporling und Winterporling (Hut ohne Schuppen, Poren feiner), Bienenwaben-Porling (sehr große, wabenartige Poren, fast ungestielt). |
| Chemische Reaktionen: | KOH auf den Poren schwach gelblich. |
| Kommentar: | Das knollige Sklerotium im Boden ist der beste Beleg für die Art, wird aber nicht immer gebildet – vorsichtig ausgraben lohnt sich. Als Speisepilz nur ganz junge, noch weiche Hüte verwenden; ältere werden zäh. Schnecken lieben die Fruchtkörper. |
| Relativer Speisewert: | DGfM: Positivliste Speisepilz. |






