Violetter Dufthelmling
Duftender Rettichhelmling, Tabakduftender Helmling, Violettstieliger Helmling
Mycena diosma
| Hymenium: | Lamellen |
|---|---|
| Geruch: | Süßlich-blumig, an Zigarrenkisten, Tabak oder Weihrauch erinnernd; zerrieben zusätzlich rettichartig. |
| Geschmack: | Nicht kosten! |
| Hut: | 1–4,5 cm breit, glockig, später flacher gewölbt. Grauviolett bis lila mit ockerlichem Einschlag, Rand meist heller; hygrophan und beim Abtrocknen zonenweise ausblassend. Rand durchscheinend gerieft. |
| Fleisch: | Dünn, faserig, lila-bräunlich. |
| Stiel: | Schlank, hohl, faserig; lila bis violettbraun oder rosa getönt, oft dunkler als beim Gemeinen Rettichhelmling; Basis weißfilzig. |
| Lamellen: | Weißlich mit lila Schimmer, ausgebuchtet angewachsen. |
| Sporenpulver / Mikroskopie: | Sporenpulver weiß. Sporen elliptisch, glatt, amyloid, ca. 7,5–10 × 3,5–5,5 µm. |
| Vorkommen: | Juni bis November, vor allem ab August, in der Laubstreu von Buchenwäldern, gern bei vergrabenem Totholz; vom Flachland bis ins Bergland. Folgezersetzer, zerstreut. |
| Familie / Ordnung: | Ritterlingsähnliche – Tricholomataceae |
| Gruppe: | Helmlinge – Mycena und Ähnliche |
| Gattung: | Mycena |
| Verwechslungsgefahr: | Gemeiner Rettichhelmling (giftig; nur Rettichgeruch, ohne süßliche Note), Rosa Rettichhelmling (giftig; rosa ohne Violett), Schwarzgezähnelter Helmling (dunkle Lamellenschneide), Rotschneidiger Helmling (rote Schneide, bei Nadelholz), Lila Lackpilz (dicke, entfernte Lamellen, kein auffälliger Geruch). |
| Kommentar: | Der süßliche Tabak- oder Zigarrenkistenduft unterscheidet ihn im Feld vom Gemeinen Rettichhelmling. Er gehört in die Verwandtschaft der Rettichhelmlinge, für die Muskarin nachgewiesen bzw. zu vermuten ist – daher vorsichtshalber als giftig geführt. Bei Verdacht auf eine Vergiftung sofort Notruf 112 oder Giftnotruf anrufen und Pilzreste aufheben. |










