Violetter Schleierling
Dunkelvioletter Schleierling, Dunkelvioletter Dickfuß, Zedernholz-Schleierling
Cortinarius violaceus
Syn.: Inoloma violaceum; Nadelwaldsippe: Cortinarius hercynicus
Fotos: Daniel Mackert ©
| Hymenium: | Lamellen |
|---|---|
| Geruch: | Nach Zedernholz bzw. Zigarrenkiste, manchmal eher rettich- oder lederartig. |
| Geschmack: | Mild, etwas erdig bis dumpf-muffig. |
| Hut: | 4–15 cm breit, erst halbkugelig, später gewölbt bis flach ausgebreitet, häufig breit und niedrig gebuckelt. Tief dunkelviolett bis blauviolett, alt braunviolett bis fast schwarzbraun; trocken, samtig-filzig bis feinschuppig, nicht hygrophan. |
| Fleisch: | Violett, feucht marmoriert, faserig. |
| Stiel: | 6–15 cm lang, 1–2,5 cm dick, zur Basis keulig verdickt. Violett, mit schwachen graulila Velumgürteln oder -natterung, oft mit rostbraunen Sporenpulverresten. |
| Lamellen: | Dunkelviolett, mit reifenden Sporen purpur- bis rostbraun; ziemlich weit stehend, am Stiel ausgebuchtet und mit kleinem Zahn angewachsen; Schneide unter der Lupe flockig. |
| Sporenpulver / Mikroskopie: | Sporenpulver rostbraun. Sporen mandelförmig, warzig, ca. 11–15 × 7–9 µm; große Zystiden mit violettem Inhalt. |
| Vorkommen: | Juli bis November im Laubwald unter Birke, Espe, Buche und anderen Laubbäumen, als Nadelwaldsippe (C. hercynicus) unter Fichte; bevorzugt auf sauren, mineralreichen Böden, im Bergland häufiger. Mykorrhizapilz, im Flachland selten (Rote Liste Deutschland: gefährdet). |
| Familie / Ordnung: | Schleierlingsverwandte – Cortinariaceae |
| Gruppe: | Rauköpfe, Hautköpfe – Cortinarius (Leprocybe, Dermocybe, Cortinarius) und Ähnliche |
| Gattung: | Cortinarius |
| Verwechslungsgefahr: | Violetter Rötelritterling (kein rostbraunes Sporenpulver, keine Cortina, Hut glatt), Lila Dickfuß (giftig; safranfarbenes Fleisch, Lamellen ocker, stechender Geruch), Bocksdickfuß (giftig; Ziegenbock-Geruch, blasser lila), Purpurfleckender Klumpfuß (Hut bräunlicher), weitere violette Schleierlinge. |
| Chemische Reaktionen: | KOH auf dem Fleisch blutrot. |
| Kommentar: | Durch den gänzlich dunkelvioletten, filzig-schuppigen Pilz mit Zedernholzgeruch recht gut kenntlich. Er gilt zwar als essbar, ist aber geschmacklich minderwertig und in Deutschland gefährdet (Rote Liste) – zudem gibt es mehrere giftige violette Schleierlinge. Schleierlinge grundsätzlich nicht zum Essen sammeln – die Gattung enthält tödlich giftige Arten, und viele Vertreter sind nur mikroskopisch sicher zu trennen. |
| Relativer Speisewert: | Rote Liste Deutschland: gefährdet – aus Artenschutzgründen besser stehen lassen. |
| Wiki-Link: | https://de.wikipedia.org/wiki/Violetter_Schleierling |















