Strohblasser Gas-Ritterling
Unverschämter Ritterling, Widerlicher Ritterling
Tricholoma lascivum
Syn.: Agaricus lascivus, Gyrophila lasciva
Fotos: Daniel Mackert ©
| Hymenium: | Lamellen |
|---|---|
| Geruch: | Aufdringlich süßlich-widerlich, gasartig, teils ranzig oder an Fliederblüten erinnernd. |
| Geschmack: | Bitterlich bis etwas scharf, nach einer Weile zusammenziehend. |
| Hut: | 3–8 (11) cm breit, jung halbkugelig bis glockig, bald flach gewölbt und alt ausgebreitet, Rand oft wellig aufgebogen. Graucreme, lederfarben, strohgelb bis blass ockergrau; alt mit rostbraunen Flecken und häufig eingerissen. Fein filzig bis wildlederartig matt. |
| Fleisch: | Weiß bis weißlich, nicht auffällig verfärbend. |
| Stiel: | 3–8 cm lang, 0,6–1,5 cm dick, zylindrisch bis leicht keulig, Basis oft zugespitzt. Schmutzig weißlich bis cremebräunlich, Spitze bereift, auf Druck etwas fleckend. |
| Lamellen: | Weißlich bis strohblass, etwa hutfarben. Ausgebuchtet angewachsen und mit Zahn herablaufend, Schneiden gekerbt. |
| Sporenpulver / Mikroskopie: | Sporenpulver weiß. Sporen elliptisch, glatt, ca. 6–9 × 3–5,5 µm. |
| Vorkommen: | August bis November. Mykorrhizapilz in Laubwäldern, vor allem unter Buche, auch unter Eiche, bevorzugt auf basen- und humusreichen Böden. Verbreitet. |
| Familie / Ordnung: | Ritterlingsähnliche – Tricholomataceae |
| Gruppe: | Ritterlinge – Tricholoma und Ähnliche |
| Gattung: | Tricholoma |
| Verwechslungsgefahr: | Strohblasser Ritterling (sehr ähnlich; eher unter Eiche und Birke, Geruch weniger penetrant mit Honignote, brennend scharf), Lästiger Ritterling (elfenbeinweiß, sehr entfernte Lamellen, meist im Bergnadelwald), Schwefelritterling (giftig; ganz gelb, gelbes Fleisch), Seidiger Ritterling (reinweiß, fast geruchlos, mild). |
| Kommentar: | Den penetrant süßlich-gasartigen Geruch muss man einmal gerochen haben – er ist das beste Merkmal. Wie alle blassen Ritterlinge nicht zum Essen geeignet. |




