Lila Lackpilz

Lila Lackpilz

Violetter Lacktrichterling, Amethystblauer Lacktrichterling, Lila Lacktrichterling

Laccaria amethystina

Syn.: Laccaria amethystea, Laccaria laccata var. amethystina

Essbar
Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten
Hymenium:Lamellen
Geruch:Schwach pilzartig, unauffällig.
Geschmack:Mild.
Hut:1–5 cm breit (vereinzelt größer), jung gewölbt, später flach mit welligem Rand und oft genabelter Mitte. Feucht kräftig violett bis purpurviolett, stark hygrophan und trocken bis grau-lila oder fast weißlich ausblassend. Oberfläche matt, fein filzig-schorfig.
Fleisch:Dünn, violettlich bis lila-rosa, wässrig; im Stiel zäh-biegsam.
Stiel:3–8 cm lang, 0,3–0,8 cm dick, zylindrisch, oft verbogen oder verdreht. Violett, weißlich längsfaserig, trocken; Basis filzig-striegelig, bald hohl.
Lamellen:Violett bis purpurn und auch im Alter lila bleibend (höchstens von Sporen weiß bestäubt); dick, wachsartig, ziemlich entfernt, breit oder ausgebuchtet angewachsen, teils mit Zahn herablaufend.
Sporenpulver / Mikroskopie:Sporenpulver weiß. Sporen fast rund, mit bis 2 µm langen Stacheln, ca. 7–10,5 µm.
Vorkommen:Juni bis Dezember, oft bis nach den ersten Frösten. In Laub- und Nadelwäldern sowie Parks, gern zwischen Moos und Laub, ohne besondere Bodenansprüche; gesellig bis scharenweise. Mykorrhizapilz, sehr häufig.
Familie / Ordnung:Ritterlingsähnliche – Tricholomataceae
Gruppe:Farbtrichterlinge – Laccaria
Verwechslungsgefahr:Rettichhelmling und Rosa Rettichhelmling (giftig, Muskarin; Lamellen weißlich bis blass, deutlicher Rettichgeruch, Stiel brüchig), Violetter Risspilz (giftig, Muskarin; seidig-faseriger Hut, Lamellen später erdbraun, Sporenpulver braun), Lila Dickfuß und Bocksdickfuß (giftig; mit Schleier, Sporenpulver rostbraun), Violetter Rötelritterling (größer, fleischiger, Sporenpulver rosa), Violetter Dufthelmling (giftig; zerbrechlicher Helmling mit blassen Lamellen, Geruch nach Tabak bzw. Zigarrenkiste, zerrieben rettichartig).
Kommentar:Lackpilze reichern Arsenverbindungen aus dem Boden an – nicht an Straßenrändern, auf alten Deponien oder in ehemaligen Bergbaugebieten sammeln. Die dicken, entfernt stehenden, violetten Lamellen trennen ihn von den giftigen Rettichhelmlingen und Risspilzen; im Zweifel Geruch und Sporenpulverfarbe prüfen. Bei Verdacht auf eine Vergiftung sofort Notruf 112 oder Giftnotruf anrufen und Pilzreste aufheben.
Wiki-Link:https://de.wikipedia.org/wiki/Violetter_Lacktrichterling

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