Gemeiner Trompetenschnitzling
Kleiiger Trompetenschnitzling, Winter-Trompetenschnitzling
Tubaria furfuracea
Syn.: Tubaria hiemalis, Tubaria romagnesiana
| Hymenium: | Lamellen |
|---|---|
| Geruch: | Schwach, pilzartig, gelegentlich etwas nach Rettich. |
| Geschmack: | Mild bis leicht rettichartig. |
| Hut: | 1–4 (selten bis 6) cm breit, anfangs gewölbt, später verflacht und in der Mitte oft etwas eingesenkt. Stark hygrophan: feucht fuchsig- bis rotbraun und am Rand durchscheinend gerieft, beim Abtrocknen deutlich heller ocker- bis fleischbraun. Jung fein kleiig-filzig; am Rand oft ein Saum aus weißlichen Velumflöckchen. |
| Fleisch: | Blass bräunlich, dünn, brüchig und wasserhaltig. |
| Stiel: | 1–6 cm lang, 0,1–0,5 cm dick, zylindrisch, oft verbogen, hohl. Bräunlich bis fleischfarben mit weißlicher Faserschicht, im Alter verkahlend; manchmal mit angedeuteter Ringzone. |
| Lamellen: | Ocker- bis zimtbraun, mit zahlreichen Zwischenlamellen; breit am Stiel angewachsen bis kurz herablaufend. Schneide heller, fein bewimpert. |
| Sporenpulver / Mikroskopie: | Sporenpulver zimt- bis rostbraun. Sporen elliptisch, glatt, ca. 6–10 × 4–6 µm. |
| Vorkommen: | Das ganze Jahr über, Schwerpunkt im Winterhalbjahr – selbst bei Frost oder unter Schnee zu finden. Folgezersetzer auf Holzhäcksel, am Boden liegenden Zweigen, Rindenmulch, Stroh und anderen Pflanzenresten, in Wäldern, Parks und Gärten. Sehr häufig. |
| Gruppe: | Trompetenschnitzlinge |
| Gattung: | Tubaria |
| Verwechslungsgefahr: | Gifthäubling (tödlich giftig: auf Holz, meist büschelig, mit häutigem Ring, Stiel unterhalb braun überfasert), Flockiger Trompetenschnitzling (ganzer Hut dicht flockig bedeckt, eher im Sommer), Gelbblättriger Trompetenschnitzling (auffallend gelbe Lamellen, Hut nicht hygrophan), Birkenhäubling (bei Birke, Lamellen nicht herablaufend). |
| Chemische Reaktionen: | KOH auf der Huthaut: schwarz. |
| Kommentar: | Einer der häufigsten kleinen Braunsporer, besonders auf Häckselwegen im Winter. Vergiftungsfälle sind bisher keine dokumentiert, und in älterer Literatur wird er teils als Speisepilz geführt – wegen der Verwechslungsgefahr mit dem tödlich giftigen Gifthäubling und anderen kleinen Braunsporern trotzdem nicht sammeln. |
| Wiki-Link: | https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeiner_Trompetenschnitzling |










